Der hauptsächlich als Handyhersteller bekannte Elektronikkonzern
Motorola will die Walkie-Talkie-Funktion
Push-to-Talk künftig noch häufiger in
Handys integrieren. Bereits heute nimmt Motorola nach eigenen Angaben einen Spitzenplatz gemessen an kommerziellen Push-to-Talk-Implementierungen ein.
Bis heute sei die IMS-basierte Lösung bei 41 Mobilfunkern in 32 Ländern bereits im Einsatz. Die eingesetzte Technik schließe sowohl Endgeräte als auch Infrastrukturelemente ein und könne in GSM- und CDMA-Netzen (zum Beispiel in den USA aktiv) betrieben werden. Neue Handymodelle, die auch als Walkie-Talkie eingesetzt werden können, sollen in den nächsten Monaten folgen. Dazu gehört zum Beispiel das Motorola
SLVR, das in den kommenden Wochen auch auf dem deutschen Markt eingeführt werden soll.
PTT-Standard soll kommen
Zudem will sich Motorola dafür einsetzen, dass ein technischer Standard für Push-to-Talk geschaffen wird. Bisher gibt es noch viele Probleme bei der Übergabe von Walkie-Talkie-Signalen zwischen Handys unterschiedlicher Hersteller, aber auch zwischen den einzelnen Mobilfunknetzen der großen Mobilfunkanbieter. Das führt unter anderem auch in Deutschland dazu, dass Push-to-Talk noch in den Kinderschuhen steckt und Vodafone, E-Plus und o2 mit einer Einführung
zögern.
"Für den weiteren Jahresverlauf gehen wir davon aus, dass wir als Erster eine komplette "Push-to-View"-Lösung der nächsten Generation für GSM-Handys auf den Markt bringen werden", gewährt Peter Neary, Director von Motorola Mobile Devices, einen Blick in die Zukunft.