Samstag, 06.08.2005 10:01

Kleiner Weißer: iPod Shuffle im Test

aus dem Bereich Computer
Von Klaus Wiesen
Auch Apples kleinster iPod ist ein echter Hingucker: Der Shuffle ist schlicht und schön. Er ist nur in edlem Weiß erhältlich und mit Maßen von 8,4 mal 2,5 Zentimeter nicht viel größer als ein Feuerzeug. Dabei wiegt der Player inklusive Akku nur 22 Gramm. Die Bedienung ist kinderleicht, denn der Winzling hat nur wenige Tasten. Allerdings fehlt ein Display. Auf der Vorderseite befinden sich lediglich die Tasten für Abspielkontrolle und Lautstärkeregelung. Sie sind aufgrund der kreisförmigen Anordnung gut zu bedienen.

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Brav oder zufällig

Bei den Abspiel-Modi zeigt sich der iPod als Minimalist: Entweder spielt der Shuffle die Songs brav nacheinander ab, oder die Titel werden per Shuffle-Modus in zufälliger Reihenfolge abgespielt. Eine Ordnerverwaltung der Songs fehlt. Auf der Suche nach dem Lieblingssong muss sich der Nutzer daher durch die Stücke zappen. Da kann es bei voll geladenem 512 Megabyte-Speicher schon mal mehrere Minuten dauern, bis das Lieblingslied gefunden ist.

Schlicht und schön

Extras gibt es beim Shuffle keine. So fehlen Radio oder Mikrophon ebenso wie ein Erweiterungsslot für Speicherkarten. Der 512 Megabyte große interne Speicher sollten allerdings ausreichen: In Apples hochwertigem AAC-Format lassen sich bei einer ausreichenden Bitrate von 128 Kbit/s knapp neun Stunden Musik speichern. Für 40 Euro mehr gibt es den Shuffle auch mit einem Gigabyte internem Flash-Speicher.

iPod Shuffle
Fotos: Apple

Zum Laden der Songs wird der Shuffle in den USB-Port des Rechners gestöpselt. Als Software kommt bei Apple natürlich nur eine in Frage: iTunes, das, wie Apple schon in der Werbung offenkundig bekennt, so zum iPod gehört wie die CD zum CD-Player. Ist kein iTunes installiert, können auch keine Songs auf den Player geladen werden.

Dieser Zwang ist ein großer Stolperstein: Wer seine MP3-Sammlung in mühsamer Pflege in Ordnern sortiert hat, muss die Songs in iTunes importieren, wo die Ordnung über den Haufen geworfen wird. Die Kopplung mit iTunes ist von Apple natürlich so gewollt. Schließlich kann der Nutzer so direkt auf den Musik-Shop zugreifen, wodurch bei Apple die Kasse klingeln soll.
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