Mit Sendeleistung ist jedoch nicht einfach die Ausgangsleistung der WLAN-Karte gemeint, vielmehr müssen auch der Gewinn der Antenne und die Verluste, die zum Beispiel durch Antennenkabel oder Blitzschutzstecker entstehen, in die Berechnungen mit einbezogen werden. Diese "mittlere äquivalente isotrope Strahlungsleistung" (EIRP) ist im Grunde die Sendeleistung, die auch tatsächlich von der Antenne abgestrahlt wird.
Zwei Subbänder
Im Frequenzbereich von 2,4 Gigahertz beträgt die maximal erlaubte Strahlungsleistung 100 Milliwatt. Der 5 Gigahertz-Bereich unterteilt sich noch einmal in zwei Subbänder. Für jedes der Subbänder sind andere Sendeleistungen erlaubt. Unterstützt die WLAN-Karte eine automatische Leistungsreduzierung (Transmit Power Control, TPC) von sechs Dezibel und das dynamische Frequenzwahlverfahren (Dynamic Frequency Selection, DFS), darf mit mehr Milliwatt gesendet werden.
Das erste Subband zwischen 5170 bis 5350 Megahertz ist nur für die Nutzung in Gebäuden vorgesehen. Die maximale Sendeleistung beträgt hier 200 Milliwatt, vorausgesetzt die WLAN-Karte funkt mit TPC und DFS. Unterstützt sie lediglich TPC sind nur noch 60 Miliwatt erlaubt. Wird weder TPC noch DFS verwendet, sinkt die maximal erlaubte Sendeleistung weiter auf 30 Miliwatt.
1000 Miliwatt auf 5 Gigahertz
Das zweite Subband, der Bereich zwischen 5470 und 5725 Megahertz, erlaubt sogar eine Sendeleistung von einem Watt (1000 Milliwatt), sofern auch hier die automatische Leistungsreduzierung von der WLAN-Karte unterstützt wird. Im Gegensatz zum ersten Subband darf das zweite sowohl innerhalb als auch ausserhalb geschlossener Räume benutzt werden.