Bratpfannen, Chips- und Butterdosen sind nicht nur für ein nettes Abendessen zu gebrauchen. Immer mehr Freaks basteln sich aus Küchenutensilien oder Hausmüll leistungsstarke Antennen, um die Reichweite ihrer Funknetzwerke zu erweitern. Die Anleitung dazu kommt nicht selten aus dem Internet. Doch beim Bau einer WLAN-Antenne gilt es Regeln zu beachten. Denn der Antennenbau ist kein Kinderspiel.
DSL per Antenne
Nico Lange kennt sich aus. Der 26-jährige gelernte Elektroniker arbeitet als Programmierer. In seinem Wohnort, dem thüringischen Alterstedt, gibt es kein DSL. Der nächste Anschluss konnte erst in Bad Langensalza, sieben Kilometer entfernt, geschaltet werden. Doch einfach aufgeben wollte Lange nicht. Stattdessen fing er an, sich mit WLAN zu beschäftigten und überbrückte die Strecke per Funk - teils mit selbstgebauten Antennen.
Grundsätzlich funkt WLAN in den beiden Frequenzbereichen 2,4 und fünf Gigahertz. Diese Frequenzen hat die Bundesnetzagentur (BNetzA, ehemals RegTP) im Rahmen einer Allgemeinzuteilung freigegeben. Danach ist es grundsätzlich erlaubt, die nötigen Antennen selbst zu bauen. Es ist also keine Lizenz oder Genehmigung dafür erforderlich. Ein gewisses Know-how sollte aber vorhanden sein.
Richtantennen für 5 und 2,4 GHz, Foto: Werkbild WiMo,
www.wimo.com
Präzision nötig
Lange kann da auf seine Erfahrung bauen. Innerhalb seines Dorfes funkt sein Netz im 2,4-Gigahertz-Bereich und das ausschließlich mit selbstgebauten Antennen. Auf der Langstrecke zwischen Langensalza und Alterstedt sieht das anders aus. Für den 5-Gigahertz-Bereich nimmt er keine selbstgebauten Antennen: "Die nötige Präzision, die bei 5,7 GHz nötig wäre, kann man mit Augenmaß, Feile und Lötkolben nicht erreichen", erklärt Lange.