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"Grand Theft Auto" – für die einen ein wahr gewordener Spieletraum, die perfekte Mischung aus Gangsterromantik und Rennfahrerkick, für die anderen schlichte Gewaltverherrlichung. Der jüngste Teil der Reihe, "GTA San Andreas", sorgt erst recht für Aufsehen: nie da gewesene Grafik, Wahnsinns-Karren, rasende Action – beim "Sims" für Nachwuchsgangster ist alles möglich, was cooles American Streetlife ausmacht. Auch Sex.
Das ganz normale Leben
Das Klischee ist von Hollywood zur Genüge kolportiert worden: im zwielichtigen Milieu einer südlichen US-Großstadt führt der Spieler den afro-amerikanischen Gangster CJ durch die Ghetto-Unterwelt. Dabei kann er sich tätowieren lassen, Fastfood futtern, fett werden und die Wampe wieder abtrainieren oder auch sein Auto tunen bis zum Abwinken.
Die Macher von Rockstar Games haben bei der Umsetzung wirklich an alle Eventualitäten eines Kriminellenlebens gedacht: es müssen Ghetto-Gebiete gegen konkurrierende Gangs verteidigt werden, CJ kämpft sich mit Auftragsmorden hoch und tut sich für seine Gang als Killing-Machine gegen etwaige Drogendealer hervor. Daneben fährt er illegale Autorennen und arbeitet für korrupte Bullen.
Erfolgreich Daten
Was so ein echt cooler Typ ist, der hat – neben einer großen Wumme – eben auch noch eine Freundin. Die wird ausgeführt, will essen gehen, ist anspruchsvoll beim Tanzen, ja und manchmal hat CJ auch das unverschämte Glück, nach einem erfolgreichen Date mit rein zu dürfen. So weit, so gut: das normale Leben eines amerikanischen Kleinkriminellen.
Die Geschichte ist nicht besonders neu und schon tausendfach verfilmt. Dass der Zocker selbst jetzt in die virtuelle Kleingangster-Rolle schlüpfen kann, ist eigentlich der einzige Unterschied zu den Action-Streifen. Dennoch erzürnte das Spiel schon vor der Veröffentlichung die konservativen Politikergemüter in Amerika.