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Freitag, 08.07.2005 09:06

Tiscali will eigenes DSL-Netz aufbauen

aus dem Bereich Breitband
Was zum Beispiel Arcor und Versatel können, will auch der italienische Internetprovider Tiscali schaffen. Nach Informationen des "Handelsblatt" soll in Deutschland ein eigenes DSL-Netz aufgebaut werden. Los gehen soll es im Großraum Frankfurt, in etwa drei Jahren wolle Tiscali in der Lage sein, etwa die Hälfte der deutschen Bevölkerung mit seinem Netz abzudecken sagte Carl Mühlner, Chef von Tiscali Deutschland, der Zeitung.

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Hohe Investitionen

"Der deutsche DSL-Markt hat sehr viel Potenzial" ist sich Mühlner sicher. Dieses wolle man mit der Investition in die eigene Infrastruktur nun erschließen. Dafür sei es geplant einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in den Netzausbau zu investieren. Bis 2007 soll Tiscali laut den Planungen des Konzerns seinen Marktanteil von bisher vier auf acht Prozent steigern, heißt es. Unmöglich sollte dies nicht sein, da Marktforscher davon ausgehen, dass die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland von heute rund sieben auf 14 Millionen im Jahr 2008 steigen wird.

Nur Resale bringt kaum Geld

Bisher tritt Tiscali nur als Resale-Anbieter, also als Wiederverkäufer von Telekom-Produkten auf. Da ein Großteil der Resale-Einnahmen allerdings an die Telekom zurückgeführt werden muss, sind die Margen äußerst gering. Bei Tiscali komme noch hinzu, dass der Provider als vergleichsweise kleiner Resale-Anbieter bei der Telekom kaum Rabatte für große Datenvolumina aushandeln könne.
Hayo Lücke
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