Kinder sollten nach Ansicht der französischen Behörde für Umweltsicherheit (Afsse) keine
Handys benutzen. Es gebe noch immer "ernsthafte Zweifel", ob die mit den Mobiltelefonen zusammenhängenden Strahlungen nicht Gesundheitsgefahren mit sich brächten, heißt es in einer Erklärung, die von der Afsse veröffentlicht wurde.
Die Behörde beruft sich auf ein Gutachten einer Experten-Gruppe, das auf zahlreichen internationalen Studien beruht. Darin heißt es, dass Gesundheitsrisiken durch die Strahlungen der Relaisstationen und die Eigenstrahlung der Handys nicht bewiesen seien, dass aber zusätzliche Untersuchungen angestellt werden müssten.
Studien belegen kaum Risiko
Mehrheitlich werde das Risiko einer Entwicklung von Hirntumoren durch Handys in den vorliegenden Studien zwar zurückgewiesen, heißt es in der Afsse-Erklärung. Allerdings reichten die Beobachtungszeiträume nicht aus, um diese Möglichkeit auszuschließen. Vorsichtshalber solle daher vermieden werden, den Kopf für lange Zeit den Strahlungen der tragbaren Telefone auszusetzen, die Verwendung von Headsets sei empfehlenswert. Die Vorsichtsmaßnahmen gälten besonders für Kinder, fügte die Behörde hinzu. Die Handy-Produzenten sollten davon absehen, Kinder als Zielgruppe anzusprechen oder spezielle Kinder-Handys zu entwickeln.
Eine im Mai veröffentlichte schwedische Studie hatte auf ein erhöhtes
Hirntumor-Risiko von Mobil-Telefonierern auf dem Lande geschlossen. Die Wahrscheinlichkeit, an einem Hirntumor zu erkranken, liegt demnach bei Handy-Nutzung über einen Zeitraum von drei Jahren auf dem Lande drei Mal so hoch wie beim innerstädtischen mobilen Telefonieren.