Dienstag, 21.06.2005 18:10

iTunes: Alles nur geklaut?

aus dem Bereich Sonstiges
Apple steht wegen der beliebten iTunes-Software eine Klage ins Haus. Wie das Onlinemagazin "AppleInsider" erfahren haben will, soll die Software ein Patent der Musikfirma Contois Music Technology verletzen. Diese hatte 1995 schon ein ähnliches Programm entwickelt, von dem Apple abgekupfert haben soll. Letzte Woche reichte Contois bei einem U.S.-Bundesgericht Klage ein.

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Einstweilige Verfügung

Nach der am 13. Juni beim Bezirksgericht in Vermont eingereichten Klage wird Apple beschuldigt, mit iTunes ein sechs Jahre altes Patent von Contois zu verletzen. Unter der U.S. Patent-Nummer "5,864,868" sei damals ein "Computer-Kontroll-System und Benutzer-Interface für Medien abspielende Geräte" geschützt worden. Contois will Apple nun zusätzlich per einstweiliger Verfügung daran hindern, die iTunes-Software in ihrer bisherigen Form zu vertreiben.

Darüber hinaus soll Apple Schadensersatz für das Kopieren und den nach Ansicht der Kläger absichtlichen Verstoß gegen das Patents leisten und auch die Prozesskosten tragen. In der zehnseitigen Klage geben die Contois-Anwälte an, dass Inhaber David Contois ein Computer-Interface zum Abspielen von Musik auf internen oder externen Geräten entwickelt habe. Dieses sei bereits 1995 auf der Computermesse COMDEX und 1996 auf der NAMM Musikmesse gezeigt worden. Apple-Mitarbeitern hätten die Idee und das Design der Software kopiert.

Mit Absicht

Speziell sei das Musikauswahl-Menü, das es dem Nutzer erlaubt Titel zur Wiedergabe auszuwählen, und die Fähigkeit der Software, Lieder auf portable Abspielgeräte zu laden, kopiert worden. Auch die Such- und Sortierfunktionen, um Songs nach Genre, Künstler oder Album zu ordnen, seien abgekupfert worden. Contois habe schon im September 2004 Apple auf das Patent schriftlich hingewiesen. Ferner geht die klagende Firma davon aus, dass das Kopieren absichtlich geschehen ist und dem Unternehmen dadurch ein großer Schaden entstanden ist.
Christopher Bach
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