Unerwünschte Werbe-E-Mails, so genannter Spam, sind ein weit verbreitetes Übel im Internet. An vielen Arbeitsplätzen ist es inzwischen zur Normalität geworden, dass das virtuelle Postfach zu Beginn des Arbeitstages zunächst einmal von Grund auf sortiert werden muss. Zwischen wirklich wichtigen Nachrichten verstecken sich immer häufiger auch Nachrichten in denen Potenzmittelchen beworben oder angeblich lukrative
Nebenverdienste versprochen werden.
Spam kommt nicht nur aus Asien
Häufig werden die Spam-Nachrichten über gekaperte Server in Asien verschickt, aber auch Deutschland hat keine weiße Weste. Deutlich macht dies auch das Vorgehen des weltgrößten Software-Konzerns Microsoft. Am 1. Juni dieses Jahres hat Microsoft eine Unterlassungs- und Schadenersatzklage wegen Spamming und Markenverletzung gegen ein in Nordrhein-Westfalen niedergelassenes Unternehmen und dessen Geschäftsführer eingereicht.
Nach den Ermittlungen von Microsoft sind das beklagte Unternehmen sowie weitere in den USA und der Ukraine ansässige Firmen des Geschäftsführers verantwortlich für zahlreiche Spam-Aktionen. Vermutlich wurden mehrere Millionen Spam-E-Mails verschickt. Die Nachrichten enthielten zumeist englischsprachige Werbung für das Design und die Entwicklung von Webseiten. Daneben wurden auch Online-Casinos und pornografische Internetseiten angepriesen.