Vor einer Woche wurde
bekannt, dass Siemens seine Handysparte an den thaiwanesischen Konzern
BenQ verkauft hat. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" hat BenQ-Chef Lee Kuen-Yao nun erklärt, dass es schon in diesem Jahr auch in Deutschland die ersten Handys mit BenQ-Logo geben soll.
Neue Märkte erschließen
Lee zeigte sich für die Zukunft zuversichtlich, da BenQ mit der Übernahme Zugang zu den gewichtigen Kunden T-Mobile, Vodafone und Telefonica erhalte. Außerdem sei der Weg zu wesentlichen Patenten frei. Technologie-Know-how seien im Telekommunikationsgeschäft entscheidend.
In Deutschland sollen künftig allerdings nur noch hochwertige Geräte hergestellt werden. Es sei nicht gerechtfertigt hierzulande Geräte für das untere Marktsegment herzustellen. Bei Top-Produkten, die mindestens 200 Euro kosten, gebe es hingegen genug Raum für "Made in Germany".
Neue Logo-Strategien
Handys, die nur noch das Siemens-Logo tragen, wird es nach Aussagen von Lee nur noch bis Ende September geben. "Ab Oktober verkaufen wir neue Produkte mit dem Doppellogo 'BenQ Siemens' oder nur mit dem BenQ-Logo." Noch nicht entschieden sei, in welchen Märkten wie vorgegangen werden soll.
Hayo Lücke