Donnerstag, 09.06.2005 10:21

Mytob-Wurm aggresiv wie nie zuvor

aus dem Bereich Computer
Derzeit steht eine Virenart besonders häufig in den Top-Listen der Anti-Viren-Hersteller: Verschiedene Varianten des Mytob-Wurms verbreiteten sich in den letzten Wochen besonders stark und sind so aggressiv wie noch nie. Sie treten in immer neuen Gattungen auf und sind daher für manchen Virenscanner nur schwer zu erkennen. Bereits Anfang Mai löste ein Mytob-Wurm "gelben Alarm" aus.

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Phising-Methoden

Die meisten Mytob-Würmer landen als E-Mail-Anhang auf den Rechnern der Opfer. Da Hacker aber ständig neue Varianten des Wurm erstellen, sind jetzt auch einige Würmer aufgetaucht, die Phising-Methoden verwenden. Die E-Mails kommen von einen scheinbar legitimen Absender, wie zum Beispiel dem Internetprovider oder der IT-Abteilung eines Unternehmens. Ein Vorwand soll den Anwender dann bewegen einen Link zu öffnen, um beispielsweise die Daten Internet-Zugangs zu bestätigen. Klick er dann auf den Link, gelangt er auf eine Internetseite mit dem schädlichen Code.

Einmal ausgeführt, schaltet der Wurm auf Windows-Rechnern installierte Sicherheitsprogramme aus und blockiert auch den Zugriff zu Webseiten von namhaften Anti-Viren-Herstellern und Sicherheits-Updates. Des weiteren öffnen die Mytob-Varianten sogenannte "Backdoors", die es Hackern ermöglichen den infizierten Computer vom Internet aus zu steuern und Daten zu löschen oder ihn für andere Attacken zu Nutzen.

Virenscanner aktuell halten

Durch die vielen Arten des Wurm ist es für die Anti-Viren-Software manchmal schwer, die verschiedenen neuen Varianten zu erkennen. Manche Hersteller haben deshalb Virenschutzmethoden entwickelt, die Viren isolieren können noch bevor eine entsprechende Virendefinition veröffentlicht worden ist. Für die Anwender gilt es dennoch besonders vorsichtig zu sein und E-Mails mit Anhängen oder Links genau zu prüfen. Zusätzlich sollte der Virenscanner immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
Christopher Bach
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