Sonntag, 12.06.2005 13:35

Virenanalyse sieht Alternativ-Webrowser gefährdet

aus dem Bereich Computer
Das Internet ist voller Würmer und Viren, die es auf unsere PCs abgesehen haben. Um mehr Wissen über das Ausmaß und die häufigsten Bedrohungen zu erlangen, führen die Sicherheitsexperten von Symantec regelmäßig Studien über Viren- und Spamtrends im Internet durch. Auf Platz Eins der Mai-Studie brachte es eine Lücke im beliebten Firefox.

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Firefox gefährdet

Danach kann ein Angreifer Zugriff mit User-Rechten auf dem jeweiligen PC erlangen. Ursache ist den Angaben zufolge ein Fehler im Dialog der Softwareinstallation. Der Dialog kann einen Link zu einem Icon enthalten. Durch unzureichende Prüfung konnte aber statt des Links beliebiger JavaScript-Code eingefügt werden, der ohne Prüfung ausgeführt wurde.

Laut Symantec wird das Ausnutzen solcher Browser-Schwachstellen bei Hackern immer beliebter, da traditionelle Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls damit einfach umgangen werden können. Ist der angegriffene Rechner Teil eines Netzwerks, kann er anschließend als Plattform für weitere Attacken benutzt werden. Im Falle von Firefox wurde die Sicherheitslücke bereits nach fünf Tagen durch die Veröffentlichung einer Update-Version geschlossen.

Auch Virenscanner und IPSec verwundbar

Den zweiten Platz der Liste belegt eine Verwundbarkeit der Scan-Engine von Computer Associates Antivirus-Produkten, durch die ein Angreifer administrative Rechte auf dem betroffenen Rechner hätte erlangen können. Auf dem dritten Platz liegt eine Schwachstelle im IPSec-Protokoll, mit dem normalerweise unsichere Verbindungen verschlüsselt werden können. Diese Verschlüsselung konnte umgangen und die Daten im Klartext mitgelesen werden.

Die Top-Ten der Viren im Mai in Europa und Afrika wird von Vundo.B angeführt, einem Trojaner, der Adware-Programme auf dem betroffenen Rechner installiert. Platz zwei geht an Tooso.F, der ebenfalls ein Trojaner ist und Anti-Viren-Programme sowie andere Sicherheitssoftware auf dem befallenen Rechner abschaltet. Auf dem dritten Platz befindet sich Netsky.P, einem Wurm der sich selbst über Massen-E-Mails verschickt.

Spam aus Europa geht zurück

Der Anteil der Spam-E-Mails an der normalen elektronischen Post ist laut Studie weltweit auf dem gleichem Niveau geblieben, die Zahl der Werbemails die aus Nord-Amerika stammen ging um 12 Prozent zurück. Aus Asien kam 18 Prozent und aus Europa sogar 25 Prozent weniger Werbemüll. Die Technik französische und deutsche Wörter in die Nachrichten einzufügen um Spamfilter zu umgehen wurde auch weniger angewandt. Russisch ist jetzt die meistbenutzte Spammer-Sprache nach Englisch.
Christopher Bach
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