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Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hat offenbar einen Partner für die defizitäre Handy-Sparte gefunden. Am Dienstag werde der Konzern die Gründung eines Joint-Ventures mit einem asiatischen Hersteller bekanntgeben, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Einen Tag zuvor wolle der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung über den Stand der Dinge beraten, sagte ein Siemens-Sprecher.
Die IG Metall begrüßte in einer ersten Reaktion, dass "diese unwürdige Hängepartie nun ein Ende hat". "Die monatelange Suche war ein Desaster für die Motivation der Beschäftigten", sagte Michael Leppek vom Siemens-Team der Gewerkschaft. "Wir hoffen jetzt, dass Siemens als starker Partner in dem Joint-Venture auftritt und die Beschäftigung sichert."
Viele Gerüchte
Für seine defizitäre Handy-Sparte hatte Siemens bereits seit längerem einen Käufer gesucht. Von Januar bis März hatte der Bereich einen Verlust von 138 Millionen Euro geschrieben. In der Branche kursierten neben Motorola als möglichem Käufer oder Partner auch Acer aus Taiwan und Nortel aus Kanada, Presseberichten zufolge zog sich Motorola Anfang Mai aber aus den Gesprächen zurück.