DSL-Provider werden kann jeder. Benötigt wird nur ein Carrier, der die Datenströme der Kunden transportiert. So einfach ist das. Nicht ganz, schließlich will der Carrier die digitalen Netzreisen der Surfer in Euros aufgewogen bekommen.
And it burns...
Auf dem deutschen DSL-Markt ist die Hölle los. Neue Provider sprießen aus dem Boden wie Unkraut. Für den Kunden ist das gut, denn er hat die Wahl - auch, wenn das bei den derzeitigen Marktverhältnissen schon mal zur Qual wird. Für die Provider ergibt sich ein Nachteil. Wenn der Markt kocht, fallen die Preise. Die Kosten bleiben jedoch mehr oder minder gleich. Viele Kunden bedeuten zwar steigende Umsätze, die Margen allerdings werden immer schmaler.
Volumentarife lassen sich für einen Provider am besten kalkulieren. Der Gigabyte-Preis, den er an den Carrier zahlen muss, kann er mit Aufschlag an den Kunden weitergeben. Ein günstiger Preis bedeutet Wettbewerbsfähigkeit und beschert neue Kunden. Bei einem mittelprächtigen Preis lassen sich Neukunden nicht mehr so leicht überzeugen - es sei denn, andere Argumente sprechen für den Provider. Und das Marketing stimmt. T-Online ist so ein Fall.
Der flache Unterschied
Wenn ein DSL-Provider Flatrates anbieten will, sieht die Sache schon ganz anders aus. Die Gebühren für Flatrates ergeben sich aus einer Mischkalkulation. Die Konditionen des Carriers sind die gleichen, das Angebot für den Provider hingegen nicht mehr so gut kalkulierbar wie ein Volumentarif. Denn für die Flatrate erwartet der Kunde einen Festpreis, beispielsweise 10 Euro pro Monat. Für einen gänzlich unbeschränkten Tarif.