Freitag, 03.06.2005 13:21

100 Euro: 1&1 kauft wieder Power-User raus

aus dem Bereich Breitband
Das Internet ist eine feine Sache. Gerade dann, wenn das weltweite Datennetz mit einem schnellen DSL-Anschluss und einer Flatrate durchstöbert werden kann, macht die Angelegenheit so richtig Spaß. Auch 1&1 bietet seit geraumer Zeit DSL-Flatrates an, seit April sogar zum Discountpreis ab 6,99 Euro monatlich.

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Mal ganz ehrlich...

Nun stellt sich allerdings die Frage, wie 1und1 den Begriff "Flatrate" definiert. Zum Pauschaltarif surfen, schön und gut, alle Kunden sollen das künftig aber offensichtlich nicht mehr können – zumindest nicht über das 1&1-Netz. Seit einigen Tagen sehen sich nämlich zahlreiche Kunden des DSL-Anbieters aus Montabaur mit Anrufen und E-Mails aus dem Hause der United-Internet-Tochter konfrontiert. Darin wird den überraschten Flatrate-Nutzern ein Wechsel zu einem anderen Provider nahe gelegt. Als Entschädigung winken 100 Euro.

Die Begründung: Man sei davon ausgegangen, dass die Nutzer "zwar rund um die Uhr online sind, dass das übertragene Daten-Volumen aber nur gelegentlich über 20GB/Monat liegen würde." Aufmerksame Leser von onlinekosten.de werden sich erinnern: Schon einmal, vor knapp 15 Monaten, startete 1&1 die gleiche Aktion, um unliebsame Poweruser loszuwerden. Nun scheint das Unternehmen seinen Kundenstamm erneut genauer unter die Lupe genommen zu haben. Diejenigen Nutzer, die am Ende mehr Geld kosten, als über die monatlichen Grundgebühren eingespielt werden kann, sollen aus den eigenen Reihen gekegelt werden.

1und1_100eurobrief.jpg

Besonders heikel: Stimmt der Nutzer der vorzeitigen Vertragsauflösung zu, verpflichtet er sich damit, bei gleichbleibendem Nutzungsverhalten nie mehr einen DSL-Flat-Tarif von einem United-Internet-Unternehmen zu strapazieren. Das heißt, auch ein Wechsel zu GMX bleibt ihm verwehrt. Dies geht aus mehreren Kündigungs-Schreiben von 1&1 hervor, die unserer Redaktion vorliegen.

Stellt sich die Frage, wie 1&1 zu der neuerlichen Bereinigung der Kundenstruktur steht.
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