Bei den Anbietern legaler Musik-Downloads aus dem Internet herrscht gute Laune, denn ihre Kassen klingeln so oft wie niemals zuvor. Zwar führt der schnellste und billigste Weg zu einem Musikstück in Digitalqualität nach wie vor über teils illegale Tauschbörsen. Doch immer mehr Internetsurfer sind bereit, für offiziell lizensierte Angebote der Musikindustrie Geld auszugeben. Axel Garbers, Experte für digitale Medien des IT-Branchenverbandes BITKOM sieht den Markt mittlerweile ganz klar auf dem aufsteigenden Ast. Virengefahr, leere oder falsche Dateien in Tauschbörsen machen die kostenlosen Angebote des Internet-Schwarzmarkts zunehmend unbequem.
Rasantes Wachstum
Weltweit wurden im vergangenen Jahr mehr als 400 Millionen Songs verkauft. In Deutschland ist der Markt noch jung. Nach einer Studie des European Information Technology Observatory (EITO) wird der Umsatz mit Musiktiteln in Deutschland aber von 34 Millionen Euro in diesem auf 420 Millionen Euro im Jahr 2008 anwachsen.
iTunes erfolgreich
Download-Pionier Apple hat der Branche mit seinem iTunes Music Store international gezeigt, wie man sich mit einem guten Konzept auch gegen den kostenlosen grauen Markt durchsetzen kann. Die Kombination von Downloadangeboten, der iTunes-Musiksoftware sowie der mobilen Musikplayerserie iPod bescherten dem schon fast schon abgeschriebenen Computerhersteller wieder Erfolge.
Das Erfolgsgeheimnis von Apple sind die vergleichsweise kundenfreundlichen Auflagen des digitalen Rechtemanagements (DRM), mit denen die Musikstücke im Sinne der Urheber und Verlage technisch geschützt werden. Alle Songs werden für 99 Cent angeboten und lassen sich bis zu sieben mal direkt aus der Software iTunes auf CD brennen. Zwar werden die mittlerweile 800.000 zur Verfügung stehenden Titel nur im Format AAC angeboten, die neben dem Rechner nur der iPOD abspielen kann. Doch lassen sich die AAC-Musikfiles mit iTunes auch in andere Audioformate wandeln und auf CD brennen.