Freitag, 20.05.2005 09:33

VoIP: Freier Fall für Telefonkosten prognostiziert

aus den Bereichen Breitband, VoIP
Kürzlich veröffentlichte die Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting AG ihre aktuelle Studie "Telco Trend". Der zufolge sollten sich Telefondienste-Anbieter auf langfristige Sicht warm anziehen. Bis zu 50 Prozent sollen die Kosten für Telekommunikation zukünftig sinken, unken die Hamburger Experten. Schuld daran ist die Telefonie via Internetprotokoll. Schon heute würden bereits 13 Prozent der Internetnutzer kostengünstig per Web telefonieren. Bis 2010, so Mummert, wird jeder Zweite VoIP nutzen.

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Rosige Zeiten für VoIP

Ein Grund für diese guten Aussichten: die Telefonie übers Internet ist erheblich günstiger als die klassische Technologie. Zudem sinken auch die Preise für die Datenübertragung. Ein härterer Wettbewerb sowie sinkende Zugangs- und Nutzungsgebühren sollen den bisher etwas schleppend vorangehenden deutschen DSL-Markt Feuer machen. Zwar sind es heute nur 16 Prozent der deutschen Haushalte, die DSL nutzen, was einen europäischen Tiefpunkt darstellt. Aber bis 2007, so Mummert, wird jeder Dritte per DSL ins Netz kommen. Ebenso, wie DSL, würde sich dann auch VoIP über den Preis am Markt etablieren. Drei von vier potenziellen Nutzern würden die Kostenvorteile nutzen und ihre klassische Telefonleitung gegen Internet-Telefonie tauschen.

Pakete, hübsch geschnürt

Insbesondere der Privatkundensektor wird Vortrieb durch gebündelte Paketangebote erhalten. Auch weniger technisch Interessierten sollen einfache Zugangsmöglichkeiten gegeben und die Nutzungsvorteile nahe gebracht werden. VoIP könnte aber, laut Mummert, auch noch einer anderen, weitaus moderneren Technik gefährlich werden: UMTS. In Unternehmen und Städten sind WLAN-Hotspots mittlerweile weit verbreitet. Mit einem entsprechenden Endgerät könnte über diese Zellen mobil per VoIP telefoniert werden – zu einem Bruchteil der Kosten einer klassischen Mobilfunk-Verbindung.
Aleksandra Leon
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