Xten Networks hat seine VoIP-Software X-Lite nun auch als Linux-Version veröffentlicht. Damit wächst auch für Nutzer des alternativen Betriebssystems die Auswahl an Software-Telefonen. Auch die Software Development Kits (SDK) wurden für Linux portiert. Damit können zum Beispiel VoIP-Anbieter die Software für ihre Kunden vorkonfigurieren.
Kostenloser Download
X-Lite kann mit allen VoIP-Anbietern genutzt werden, die den SIP-Standard nutzen. Xten hat das Softphone nach eigenen Angaben auf den Distributionen Suse, Debian, RedHat Fedora und Sun JDS getestet. Die Linux-Version unterstützt die Codecs G.711u und G.711a sowie GSM, iLBC und Speex. Die Software steht als etwa 2 Megabyte großes Downloadpaket kostenlos auf der Homepage des Anbieters zur Verfügung.
Ein erster Test mit Sipgate unter Suse 9.2 verlief erfolgreich. Eine Installation ist nicht nötig, X-Lite braucht lediglich gestartet werden. Ein Assistent hilft danach beim Einpegeln der Soundkarte, die Zugangsdaten für den VoIP-Provider müssen leider noch ohne Assistenten eingegeben werden. Die Gesprächsqualität ist vergleichbar mit dem normalen Festnetz und eine Verzögerung ist praktisch kaum bemerkbar. X-Lite kann bis zu drei Gespräche gleichzeitig abwickeln. Äußerlich sieht X-Lite unter Linux genauso aus wie die Windows-Version.
STUN-Unterstüzung
Interessant für Linux-User ist sicher auch, dass STUN-Server von X-Lite unterstützt werden. So kann man problemlos hinter einem Router über das Internet telefonieren, ohne vorher Ports an den Rechner weiterleiten zu müssen. Bisher konnten STUN-Server nur von KPhone angesprochen werden, andere Software-Telefone wie Linphone bieten diese Möglichkeit noch nicht an. Insgesamt ist X-Lite nun für die Plattformen Windows, Mac OS, Pocket PC und Linux verfügbar.
Christopher Bach