Die Marke
Apple führte lange Zeit ein Leben in der Nische. Trotz teurer und aufwändiger Werbekampagnen haben sich nur eingefleischte Fans oder bestimmte Berufsgruppen mit Apple angefreundet. Für Wintel-Normalos wirkten das oft als gering empfundene Softwareangebot, die fehlende Kompatibilität und hohe Preise abschreckend. Mit dem Erfolg von iPod, iTunes und dem iMac kam die Wende. Davon profitiert auch der jüngste Apfel im Produktkorb: Der Mac Mini.
Kein eBay-Schnäppchen
Der Boom hat jetzt auch mich infiziert. Was genau steckt eigentlich hinter dem Phänomen Apple und was macht die Rechner so einzigartig? Die Neugierde trieb mich zuerst zu eBay. Da lässt sich doch bestimmt ein Schnäppchen machen. Falsch! Im Gegensatz zu einem 0815-Windows-Rechner sind die Äpfel überaus preisstabil. Macht nichts, nehmen wir zunächst ein Testgerät. Nach ein paar Telefonaten war die Sache in die Wege geleitet und der Mini auf dem Weg in die Redaktion.
Das Äpfelchen ist einer der kleinsten Rechner auf dem Markt und kann es doch mit den großen seiner Zunft aufnehmen. Unser Testgerät ist mit einer 1,42 Gigahertz G4 CPU, 512 Megabyte Arbeitsspeicher und einer 80 Gigabyte großen Festplatte ausgerüstet. Als optisches Laufwerk verrichtet ein kombiniertes DVD-ROM/CD-RW seinen Dienst. In der Grafikabteilung werkelt eine Radeon 9200, die allerdings mit nur 32 Megabyte Speicher auskommen muss. Neben der Kommunikation über eine 10/100 MBit Netzwerkkarte kann der Mac auch über W-LAN und Bluetooth mit seiner Umwelt Kontakt aufnehmen.
Mein erster Mac
Die Aufregung war groß als der Mac auf dem Weg in die Redaktion war. Was würde mich erwarten? Würde ich als Windows-Knecht überhaupt mit dem Mini und MacOS zurechtkommen? Als der Kleine dann endlich eingetroffen war, staunte ich nicht schlecht. In einem großen braunen Karton, mit viel Schaumstoff bedeckt, verstecken sich drei kleine Päckchen, in einem davon hat der Mini die lange Reise hinter sich gebracht. In dem Kistchen soll der Rechner stecken? Da lass ich mich doch mal einfach überraschen. Also auspacken und anschließen.
Fotos: Simon Habeck
Der knapp 1.300 Kubikzentimeter große Mac bringt es auf nur 1,32 Kilogramm. Schon erstaunlich, wie klein das Gerät ist und dabei sieht es verdammt gut aus. Selbstverständlich braucht der Mini ein externes Netzteil zur Stromversorgung, aber auch das trübt den ersten positiven Eindruck kaum. In dem zweiten und dritten Paket versteckten sich Maus und Tastatur. Beide gehören aber leider nicht zur Grundausstattung, sind selbstverständlich kabellos und ebenfalls erstaunlich kompakt.