Wie erwartet präsentierte Sony gestern am Vorabend der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles die Details der nächsten Playstation-Generation. Ebenfalls zu erwarten war, dass Sony dabei ganz schön auf die Pauke haut. Mit Erfolg: Man darf beeindruckt sein.
Neues Zeitalter
Sony gibt sich selbstbewusst. Dank der Playstation 3 (PS3) sollen Gamer "mit den Welten auf den großen Bildschirmen verschmelzen" können, oder zumindest fast, wie es in einer Mitteilung heißt. Mal wieder eine Revolution also. Ken Kutaragi, Präsident von Sony Computer Entertainment Inc (SCEI), ist sich da sicher: Mit der PS3 beginnt ein neues Zeitalter.
Auf dem Papier kann sich die PS3 auch sehen lassen. Im Herzen tickt ein
Cell-Prozessor mit 3,2 Gigahertz. Die neue CPU-Generation ist eine Entwicklung von IBM, Sony und Toshiba auf Basis der PowerPC-CPU. Der Cell kann auf sieben weitere, gleich getaktete "synergetische" Kerne zugreifen und so bis zu 10 Operationen gleichzeitig ausführen. Die CPU schafft eine Rechenleistung von bis zu 218 Gigaflops, rund fünfmal soviel wie der PowerPC-Chip in der Xbox360.
Hochleistung durch RSX

Für die Grafik sorgt der zusammen mit Nvidia entwickelte RSX-Chip. Der Grafikchip ist direkt mit dem Cell-Prozessor verbunden und taktet mit 550 Megahertz. Als Grafikspeicher stehen dem Chip 256 Megabyte GDDR3-VRAM zur Verfügung. Zusätzlich kann auf den ebenfalls 256 Megabyte großen Arbeitsspeicher zugegriffen werden. Nvidia gibt eine Floating-Point-Leistung der PS3 von zwei Teraflops an. Das ist in etwa das Doppelte der Xbox360. Die Spiele sollen in scharfer HDTV-Auflösung flüssig über den Bildschirm laufen, auch auf zwei Bildschirmen gleichzeitig.