Technisch gesehen steht der Sperrnotruf 116 116 jetzt. Die nötige Infrastruktur für die neue, weltweit gültige Notnummer für Kartensperrungen aller Art ist fertig für den Einsatz. Wie wir bereits Ende vergangenen Jahres
berichteten, soll die bundeseinheitliche Nummer den Job von bisher hunderten einzelner Servicenummern übernehmen. Statt dass jedes Unternehmen für sich die Sperrung ihrer Kundenkarten regelt, sollen deutsche Bank-, Mobilfunk- und Möbelhauskunden demnächst über die einheitliche Notrufnummer Hilfe erhalten.
Bei Anruf Sperrung
Mit dem Ausbau des Netzes für den 116 116-Notruf hat die eigens gegründete Firma alle Auflagen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post erfüllt. So kann der Betrieb wie geplant am 1. Juli starten, wie die Sperr-Notruf 116 116 GmbH heute bekannt gab. Der Dienst, weltweit der erste seiner Art, wird rund um die Uhr erreichbar sein. Bundesweit ist die Nummer einheitlich ohne Vorwahl, im Ausland muss die +49 für Deutschland davor gesetzt werden. Auch Faxe können an die Notrufzentrale gesandt werden, Dienste über das Internet sollen ebenfalls folgen.
Telekom zuerst, andere folgen
Im Probebetrieb ist der Sperrnotruf nur aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG zu erreichen. Bis zum offiziellen Start sollen andere Netzbetreiber folgen. Ebenso hapert es noch an Unternehmen, die ihre Kartensperrungen über die zentrale Nummer abwickeln lassen. Schließlich müssten die auch die Kosten für die eingehenden Gespräche übernehmen, da der Dienst kostenlos angeboten werden soll. Somit wirbt der
Sperrnotruf nun kräftig im Internet um Interessenten und Mitglieder. Im Sommer heißt es dann: Telefonleitung frei für die dritte offizielle Notrufnummer Deutschlands. Neben unseren Freunden und Helfern, der Polizei und der Sorge ums leibliche Wohl durch den Krankenwagen, sind nun also Kundenkartensperrungen als Notfall erledigt.
Aleksandra Leon