Die deutsche Filmindustrie will auch in Zukunft weiter hart gegen das Tauschen von urheberrechtlich geschützten Inhalten über Peer-2-Peer-Netzwerke vorgehen. Die im vergangenen Jahr durchgeführte Info-Roadshow "Knast on Tour" soll fortgesetzt werden, hieß es heute in Berlin. Außerdem soll die Zusammenarbeit mit
eBay intensiviert werden, um den Handel mit Raubkopien einzudämmen.
GVU erfolgreich
Erfolge im Kampf gegen das illegale Filesharing kann die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) vermelden. Von Januar bis März seien 158.615 Raubkopien sichergestellt worden, 703 Verfahren eingeleitet und 527 Räumlichkeiten durchsucht worden. Dies entspreche einer deutlichen Steigerung gegenüber dem Vorjahr. In Anlehnung an diese Zahlen hat die Zukunft Kino Marketing GmbH ein neues Plakat zur Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" entworfen, das verdeutlichen soll, dass die Luft für Raubkopierer immer enger wird.
"Flatline" ist Geschichte
Auch für die Release-Gruppe "Flatline", einer der Hauptakteure im Geschäft mit illegalen Filmkopien, wurde es eng: Mitte April konnte "Flatline" mit Hilfe der GVU zerschlagen werden. "Flatline" hatte sich innerhalb eines Jahres zur Top-Gruppe der illegalen Film-Szene entwickelt und verantwortete die Veröffentlichung zahlreicher Raubkopien aktuellster Kinofilme in Deutschland. Der 32-jährige Kopf der Gruppe wurde ebenso festgenommen wie der Netzwerkadministrator, der gerade erst seine Abiturklausuren abgelegt hat.