Der Blickwinkel ist ein wichtiges Kriterium, dass beim Kauf beachtet werden sollte. Der Wert wird in Gradzahlen jeweils für den horizontalen und den vertikalen Blickwinkel angegeben. Je größer dieser Wert ist, desto besser kann man ein Bild auch noch gut erkennen, selbst wenn man nicht direkt vor dem Monitor sitzt. Wem ein stabiler Blickwinkel wichtig ist, der sollte darauf achten, dass dieser größer als 140 Grad ist - und zwar vertikal ebenso wie horizontal.
Problempunkte
Selbst bei einem TFT-Neugerät kann es passieren, dass ein oder sogar mehrere Pixel fehlerhaft sind. So genannte Pixelfehler sind der Fertigung der Monitore fast nicht zu vermeiden. Nicht unbedingt sind kaputte Pixel sofort zu erkennen, manchmal stören sie nicht einmal. Wenn der defekte Pixel dauernd weiß leuchtet und dieser fast ausschließlich in einem weißen Hintergrundbild liegt, wird man ihn entweder nie oder erst sehr spät erkennen.
Ein Pixelfehler ist noch kein Grund zur Reklamation. Seit Anfang 2001 gibt es die ISO-Norm 13406-2, die unter anderem die zulässige Anzahl und Art der Pixelfehler in vier Klassen einstuft. Nur Geräte der Fehlerklasse I dürfen keine Fehler aufweisen. Diese Klasse ist allerdings ziemlich selten auf dem Markt und hat natürlich auch ihren Preis.
| Pixelfehler-Klassen nach ISO 13406-2 |
| Pixelfehler-Klassen |
Fehlertyp 1 |
Fehlertyp 2 |
Fehlertyp 3 |
| |
ständig leuchtendes Pixel |
schwarzes Pixel |
ständig rot, grün, blau oder schwarz leuchtendes Pixel |
| Klasse I |
0 |
0 |
0 |
| Klasse II |
2 |
2 |
5 |
| Klasse III |
5 |
15 |
50 |
| Klasse IV |
50 |
150 |
500 |
Erst testen, dann kaufen
Am besten ist es immer noch, sich den TFT-Monitor bei einem Fachhändler vor Ort zu holen. Dort kann man ihn unter den verschiedenen Gesichtspunkten testen und bleibt so vor bösen Überraschungen verschont. Einziger Vorteil des Versandhändlers: Hier kann die Ware in der Regel ohne Angaben von Gründen umgetauscht werden. Nützlich ist auch ein Monitor-Testprogramm wie das kostenlose Freewaretool
Screen Test v. 1.0. Mit diesem kann man unter anderem Pixelfehler leicht erkennen und auch die horizontale und vertikale Ausrichtung des Bildschirmes überprüfen.
Holger Dankelmann