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Der Breitband-Markt in Deutschland steht vor einer neuen Entwicklungsstufe. Als erster Anbieter Deutschlands gab Versatel heute bekannt, im Mai mit schnellen
ADSL2+-Anschlüssen starten zu wollen. Hierzu sei von der Deutschen Telekom nun die Genehmigung erteilt worden.
Berlin als Vorreiter
Freuen können sich zunächst alle Einwohner von Berlin. Dort wird Versatel seinen Kunden über das eigene Telefon- und Datennetz Bandbreiten von bis zu 16 Mbit/s im Downstream und circa 800 kBit/s im Upstream zur Verfügung stellen. Ursprünglich habe man bei der Telekom eine Geschwindigkeit von bis zu 25 Mbit/s beantragt, diesem Wunsch sei zunächst aber noch nicht entsprochen worden. Nach und nach soll das Versatel-Netz auch in anderen Regionen mit der schnellen ADSL2+-Technologie aufgerüstet werden. Details hierzu wurden heute noch nicht verraten.
Mit ADSL2+ sollen zweistellige Übertragungsraten auch bei einer höheren Entfernung zur Verteilerstation möglich sein. Die Höchstbandbreite von bis zu 25 Mbit/s soll auch dann noch erreicht werden können, wenn der Anschluss 1,5 Kilometer von der Verteilerstation entfernt ist.
Genaue Informationen dazu, was der neue Datenturbo kosten soll, will Versatel erst am 4. Mai im Rahmen der Quartalskonferenz bekannt geben. In der Zwischenzeit soll unter anderem geprüft werden, warum seitens der Telekom nicht dem Wunsch entsprochen wurde, auch Anschlüsse mit bis zu 25 Mbit/s anbieten zu können.
Versatel fordert deutlich die Entbündelung
Mit dem neuen Geschwindigkeitsvorstoß will Versatel nach eigenen Angaben auch ein deutliches Zeichen gegenüber der Politik und Regulierung setzen. Der Carrier machte noch einmal deutlich, dass für den Standort Deutschland eine Senkung der TAL-Entgelte genauso wichtig sei wie eine Entbündelung des DSL-Anschlusses vom Telefonanschluss. Noch in diesem Jahr erwartet Versatel von der Regulierungsbehörde deutliche Signale, die in diese Richtung gehen.