Treiben die Provider also nur eine neue Sau durchs Dorf, um damit ihre DSL-Produkte zu verkaufen? Möglich, dass die sprunghafte Branche nächstes Jahr auf einen neuen Feature-Hype setzt. Doch könnte Raizner sich auch irren. Denn den Providern ist es offenbar ziemlich ernst mit VoIP - zumindest behaupten sie das. In der Branche wird allgemein damit gerechnet, dass die T-Com im Festnetzgeschäft mittelfristig ein großes Stück vom eigenen Kuchen abgeben müssen wird.
Die "Indies"
Ein bisschen zwischen den Stühlen sitzen die unabhängigen Anbieter wie Sipgate oder Purtel. Mitunter zwar "early adopter", drohen die reinen SIP-Anbieter ohne eigene DSL-Infrastruktur aber ins Hintertreffen zu geraten. Big Player wie 1&1-Gauger sprechen gar von einer Marktbereinigung, die einige der kleinen Anbieter nicht überleben dürften. Werden also die kleinen VoIP-Anbieter vom Preiskampf der DSL-Giganten zerrieben?
Tim Mois von Sipgate lässt sich durch solche Unkenrufen nicht aus der Ruhe bringen. Er setzt mit Sipgate auf den Ausbau der Services, die für die zunehmende Attraktivität der Internet-Telefonie sorgen sollen. Mit der entsprechenden Hardware auf dem Markt, ist sich Mois sicher, wird auch der Bedarf an Sipgates Dienstleistung weiter steigen. Auf dem Hardwaresektor haben die Düsseldorfer schon erste Kooperationen vorzuweisen.
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Volker Briegleb