Mittwoch, 13.04.2005 08:13

DSL: Wer nicht fragt bleibt ohne

aus dem Bereich Breitband
Unter der Schirmherrschaft von Bundestagsmitglied a.D. Elmar Müller haben sich die Berliner DNS:Net und die Airdata AG aus Stuttgart zusammen getan. Mit Unterstützung des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten e.V.) wollen sie bundesweit DSL-Interessenten sammeln. Das Ziel: Breitbandkommunikation für alle – unabhängig von Ausbauvorhaben einzelner, marktbeherrschender Unternehmen. Das neue Portal soll besonders Anbietern eine Entscheidungshilfe für Investitionen in den Breitbandausbau geben.

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Deutschland mit Masern

Was aussieht wie eine Bundesrepublik mit Masern ist die "Bedarfslandkarte Deutschland". Bereits mehr als 1.000 Interessierte - Privatpersonen, Unternehmen und Gemeinden - haben sich auf dem kürzlich eingerichteten Portal angemeldet. "Anders als der Ex-Monopolist machen wir keine Millionensubventionen und keine Kundenakquisition seitens der Kommunen zur Voraussetzung, um bisher benachteiligte Standorte in Deutschland fit zu machen", spielt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner auf die jüngsten Finanzierungsideen der Deutschen Telekom an.

Karte gegen Surflöcher

DSLkarte.jpg Damit geht die Online-Bedarfskarte noch einen Schritt weiter als der Breitbandatlas, an dessen Entwicklung sich der VATM ebenfalls beteiligt hat. Dabei wurde mit den Daten aller Unternehmen eine Karte gezeichnet, die Versorgungsengpässe und –probleme aufzeigen sollte. Anlass dieser Kartenspiele: Zwar boomte das Internet in Deutschland zwischen 2000 und 2003 derart, dass es die Mobilfunkentwicklungen der 90er Jahre weit in den Schatten stellte, kam dann aber ins Stocken.

Auf kaum einem europäischen Markt herrscht weniger Konkurrenz als in Deutschland. So gibt es, im Vergleich zu allen 25 Ländern Europas, nur in Polen und Zypern noch weniger Wettbewerb als hierzulande. Die hiesigen Angebote basieren zum Großteil auf der DSL-Technologie der Telekom, so dass die meisten Provider nicht mit Leistung, sondern höchstens im Preis überzeugen könnten, kritisiert das Portal weiter.
Aleksandra Leon
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