Mittwoch, 27.04.2005 12:02

DSL auf dem Dorf: Lohra macht es selbst

aus dem Bereich Breitband
Bei der Prüfung des Unterfangens achteten die findigen Hessen nicht nur auf mögliche Strahlenbelastung, die nach eigenen Angaben tausendfach kleiner ist als beim Mobilfunk. Gleichzeitig fragten sie bei den – ebenfalls rar gesäten – Mobilfunkanbietern nach, ob Interesse an einer Mitbenutzung bestände.

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WiMax? Why not…

Lohra setzt auf W-DSL. Die Leistung dieser Technologie soll W-LAN bei weitem übertreffen. Sogar in der WiMax-Liga soll der Datenfunk mitspielen können. Mit Reichweiten von einigen Kilometern lassen sich auch viele Teilnehmern zuverlässig an das Netzwek anbinden. Ein Vorteil für den Flächeneinsatz ist die fehlende Störanfälligkeit gegenüber privaten W-LANs. Sogar Firmen könnten damit eine zuverlässige Breitbandanbindung erhalten, verspricht die Bürgerinitiative.

Mit Sicherheit

Zudem bietet die Technik sichere Verschlüsselung über AES und ist lizenzfrei. Auch die Endkundenpreise sollen im Privatkunden-verträglichen Rahmen liegen. Während sich also die Telekom noch mit WiMax-Feldtests abmüht, sprießen auf den Feldern die W-DSL Funkmasten. Im zweiten Quartal soll der Haupt-Ortsteil Lohra angeschlossen sein, noch ein viertel Jahr später die übrige Gemeinde.

Update: Genug ist genug

Heute gab nun die Bürgerinitiative "DSL für Lohra" bekannt, dass genug Anmeldungen eingegangen sind, um das Projekt definitiv zu realisieren. Die Preise stehen auch schon fest: W-DSL soll es in volumenabhängigen Tarifen von einem bis zu 50 Gigabyte geben. Die symmetrische Anbindung mit einem Mbit/s und einem GB Freivolumen soll 29,90 Euro kosten, das Extreme-Paket mit 50 GB dagegen 109,90 Euro. In allen Angeboten ist eine feste IP-Adresse inbegriffen. Eine Leitung mit 2 MBit/s Downstream und 1 MBit/s Upstream gibt es für 19,90 Euro Aufpreis. Die Vertragslaufzeit ist mit zwei Jahren recht hoch - angesichts der Tatsache, dass es keine Alternativanbieter in der Gegend gibt, aber wohl zu verschmerzen.
Aleksandra Leon
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