Auch der Verband der Regional- und Citycarrier (BREKO) findet deutliche Worte zum Subventions-Begehr des Ex-Monopolisten. "Wir halten dieses Vorgehen - gelinde gesagt - für erpresserisch", empört sich Verbandspräsident Peer Knauer.
"Erpressung"
Die Telekom nutze den Druck, dem ländlichen Regionen wegen mangelnder Infrastruktur ausgesetzt seien, schmamlos aus. Die Telekom, so Knauer weiter, "schönt mit dieser Art der Subventionierung ihre Bilanzen auf Kosten der Steuerzahler". Dagegen würden Regio-Anbieter ihren Teil zum Breitband-Ausbau ohne Subventionierung durch die Kommunen beitragen.
Kommentar
Die Kritik von Seiten der T-Konkurrenten fällt nicht zu knapp aus. Teils ist diese Kritik gerechtfertigt, ist es doch fraglich, wieso der Steuerzahler den Ausbau eines Produktes unterstützen soll, das dem anbietenden Unternehmen Umsatz beschert. Es profitiert davon nämlich in erster Linie die Telekom.
Und doch sollte man bedenken, dass der Breitband-Ausbau in abgelegenen Regionen durch das Einschalten der Politik vielerorts greifbar gemacht werden könnte. Schließlich trauen sich kleine, alternative Anbieter genau wie die Telekom nur selten an "verglaste" Regionen heran oder stellen Leitungslängen-Geschädigten einen Breitband-Anschluss zur Verfügung.
Für die Zukunft gilt es also, die Rahmenbedingungen für Wettbewerber durch Senken der Leitungsmietkosten zu verbessern (Glasfaserkabel) und auch für lokal agierende Carrier-Unternehmen den Weg frei zu machen, vom Staat Subventionen zu erhalten, sobald eine Region mit xDSL versorgt wird. Ein passender Moment für kleine Provider, es der T-Com nachzumachen und so die Breitband-Versorgung Deutschlands flächendeckend voranzutreiben.