Wenn es darum geht, die Marktführer unter den Betreibern von Hotspot-Netzen aufzuzählen, fallen auf den ersten Gedankengang neben den örtlichen Mobilfunkanbietern meist nur zwei Namen ein:
Swisscom Eurospot und die
Deutsche Telekom. Beide Unternehmen haben in den vergangenen Jahren massiv in den Aufbau von öffentlichen WLAN-Punkten investiert, damit ihre Kunden auch unterwegs drahtlos mit entsprechend konfigurierten Geräten auf das Internet zugreifen können. Nun schickt sich ein britisches Unternehmen an, für mehr Wettbewerb auf dem deutschen Markt zu sorgen.
Bis zu 10.000 Hotspots
"The Cloud" heißt die Firma, die unter der Leitung von George Polk geführt wird. In einem Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen" kündigt Polk nun vollmundig an: "Wir werden in den kommenden Jahren zwischen 5.000 und 10.000 WLAN-Zugänge in Deutschland aufbauen". Zum Vergleich: Die Telekom will ihren Kunden bis zum Jahresende 8.000 Hotspots zur Verfügung stellen. Polk will noch in diesem Jahr eine bedeutende Flächendeckung in Deutschland erreichen. Ein erster Anbieter mit rund 300 Hotspots sei bereits übernommen worden, weitere Akquisitionen sollen folgen, heißt es.
Erfolgreich könnte "The Cloud" insbesondere durch sein einfaches Abrechnungsmodell werden. Während häufig bei vielen Hotspotbetreibern eine Grundgebühr fällig wird – zum Teil versüßt mit Freiminuten – zielt Polk mit seinem Unternehmen auf Gelegenheitsnutzer. "Wir verlangen etwa 10 Cent je Minute", so seine verlockende Ankündigung.