Ein neuer Handywurm mit Ursprung im fernen Russland könnte schon bald auch in Deutschland für Kummer unter Smartphone-Besitzern sorgen. Wie die Anti-Virus-Experten von F-Secure berichten, droht Gefahr, dass sich der neue Schädling mit dem Namen Commwarrior.A schneller verbreitet als sein Vorgänger Cabir.
Bluetooth und MMS als Infektionsweg
Commwarrior.A nutzt nach Angaben der Experten zwei Wege, um sich möglichst rasch auf vielen Mobiltelefonen zu installieren, die auf Basis des Betriebssystems Symbian Series 60 arbeiten. So überträgt sich der Wurm auf der einen Seite über Bluetooth, indem er nach einer Infizierung automatisch nach anderen Geräten sucht, die er über die Bluetooth-Schnittstelle finden kann. Es ist also einmal mehr dringend zu empfehlen, Bluetooth immer zu deaktivieren wenn es gerade nicht gebraucht wird beziehungsweise den Sichtbar-Modus abzuschalten.
Wer sich den Wurm einfängt, hat unter Umständen aber auch eine teure Handyrechnung zu befürchten. So wollen die F-Secure-Mitarbeiter nämlich herausgefunden haben, dass sich der Handywurm auch per MMS weiterverbreitet. Das bedeutet, er liest das Adressbuch des Symbian-Handys aus und verschickt sich anschließend als Anhang via MMS, die in Deutschland mit 39 Cent berechnet wird. Pro Empfänger versteht sich.
Vorsichtig sein
Ab sofort sollte also bei eingehenden MMS genauer hingeschaut werden, bevor sie geöffnet werden. Sollten auf einem Handy MMS mit englischsprachigen Inhalten eingehen, empfiehlt es sich, unter Umständen die Nachricht lieber zu löschen als zu lesen.
Hayo Lücke