Telefonjunkies kennen das: Wie schnell hat man ein, zwei Stunden verquatscht. Und was das kostet. Beim regelmäßigen Tratsch über das Internet wird unter Umständen aber der eigene Volumentarif belastet. Sollte man zumindest meinen.
Neues aus Hamburg
Doch das stimmt nicht immer. Denn jetzt ist auch der vornehme Provider aus dem hohen Norden auf den
VoIP-Zug aufgesprungen und hat tatsächlich etwas Neues im Gepäck. Bei AOL wird dem Kunden die für VoIP-Gespräche verwendete Onlinezeit oder das entsprechende Datenvolumen nicht berechnet. Damit fallen für Gespräche zwischen AOL-Phone-Kunden tatsächlich gar keine Kosten an.
Voraussetzung ist die Nutzung der von AOL zertifizierten Hardware (Fritzbox Phone ab 0 Euro, Fritzbox Phone WLAN oder Zyxel Prestige ab je 29,90 Euro). Das System ist überraschend einfach: Die Hardware eröffnet für das IP-Gespräch eine neue PPoE-Session, über die das Telefonat priorisiert abgewickelt werden kann. Für diesen zusätzlichen Kanal fallen keine Internet-Gebühren an. Auch Kunden anderer Provider können von der AOL Phone-Technologie profitieren, die entsprechende Hardware vorausgesetzt. Von ihnen verlangt AOL nacht einem kostenlosen Schnuppermonat allerdings eine monatliche Grundgebühr in Höhe von zwei Euro.
ISDN-Features
AOL-Kunden kriegen AOL Phone kostenfrei und freuen sich über zahlreiche Features. Mailbox, Rufnummernanzeige, Weiterleitung, Anklopfen, Makeln und natürlich eine Rufnummer aus dem eigenen Festnetz sind im Phone-Paket von der Waterkant drin. Gespräche ins deutsche Festnetz kosten bei den Hamburgern 1,5 Cent pro Minute, in die deutschen Handynetze telefoniert man zu einem Minutenpreis in Höhe von 20 Cent. Ins Ausland sind Telefonate ab 4,5 Cent pro Minute möglich.
Vieltelefonierer können sich für eine Phone Flat entscheiden: Für 19,90 Euro pro Monat kann unbegrenzt im deutschen Festnetz rumgequatscht werden, ein entsprechendes Wochenend- und Feiertagsarrangement ist für 6,99 Euro zu haben.