Bestandskunden der gar nicht so alten DSL-Plus-Tarife von 1&1 durften sich bisher über 100 Freiminuten pro Monat für die Internettelefonie von 1&1 freuen. Wie das Unternehmen seinen Kunden in einer E-Mail mitteilt, fallen diese kostenlosen Gesprächsminuten nun weg.
Begründet wird die Streichung der Freiminuten mit der Einführung der vielen zusätzlichen VoIP-Funktionen wie beispielsweise mehrere Rufnummern, eine Message-Box, Parallel Call, Telefonkonferenz etc. Die neuen Funktionen sind für Bestandskunden ab sofort nutzbar und können im 1&1-Control-Center online eingerichtet werden.
Statt 100 Minuten nun 1 Cent/Min.
In einer E-Mail an die Kunden heißt es sehr blumig formuliert: "Die Kosten für Telefonate von VoIP in Mobilfunknetze ändern sich von vorher 19,9 ct/Min. auf 22,9 ct/Min. Dies betrifft die Mobilfunkbereiche 0151, 0152, 0160, 0162, 0170, 0171, 0172, 0173, 0174 und 0175. Im Rahmen der Einführung der wertvollen zusätzlichen Features passt sich der Preis der ersten 100 Minuten ins deutsche Festnetz an die üblichen 1 ct/Min. an."
Widerspruch führt unweigerlich zur Kündigung
Wer nun aber Widerspruch gegen diese für den Kunden nachteilige Änderung einlegt - dies ist laut AGB des Providers möglich - muss damit rechnen, dass 1&1 nur die Möglichkeit zum Gebrauch des außerordentlichen Kündigungsrechtes für den gesamten Vertrag samt DSL-Zugang geben wird.
Auf Nummer sicher gehen
Seltsam mutet jedoch an, dass der letzte, ausschlaggebende Satz des obigen Zitats aus der Kundeninformation von 1&1 nicht in jeder E-Mail an die Kunden zu finden ist. Uns liegen zum Beispiel auch Schreiben ohne Hinweis auf die Streichung der 100 Freiminuten vor. Wer sicher gehen möchte, sollte in den Leistungsbeschreibungen im Control-Center von 1&1 nach der Wahrheit suchen: Steht hier nichts von 100 VoIP-Freiminuten ins deutsche Festnetz, dann muss man sich in Zukunft leider ohne kostenlose Gespräche begnügen.