Doch damit nicht genug. Auch lassen sich mit ADSL2-Geräten Dienste wie VoIP oder VoD priorisieren. So wird sicher gestellt, dass jedem Merkmal eine gewisse Bandbreite zur Verfügung steht. Im Fachjargon nennt sich dies Quality of Service, kurz QoS.
Ausblick
Im Großen und Ganzen sollten wir ADSL2 und ADSL2+ also ganz herzlich willkommen heißen. Die Kunden profitieren nicht nur von höheren Bandbreiten auf kurze Distanz, sondern auch von konstanten Leistungen im Dauerbetrieb. Ganz nebenbei wird die Verfügbarkeit durch eine größere Reichweite von ADSL2 verbessert, wodurch noch mehr Bundesdeutsche zu einem breitbandigen Internetanschluss kommen könnten.
Nun sind die Carrier gefragt. Versatel will
bekanntlich schon bald in die ADSL2-Welt einsteigen - auch die Deutsche Telekom zeigt sich
nicht abgeneigt. Die Bandbreiten werden also in gar nicht ferner Zukunft noch weiter in die Höhe schnellen. Fragt sich nur, für welche Kunden Triple-Play-Lösungen wirklich in Frage kommen. Betrachtet man das Beispiel der T-Com, so macht eine Einführung wenig Sinn - schließlich ist T-DSL an einen Telefonanschluss gebunden. Wozu also VoIP?
Nachfrage klären
Des Weiteren steigen die Bandbreiten in kürzester Zeit an, die Verfügbarkeit erweitert sich jedoch nur schleppend. Was ist nun wichtiger? Immer mehr Bandbreite oder steigende Verfügbarkeit? Eher zweiteres, denkt man an die Hunderttausenden, die durch Glasfaserkabel oder zu lange Kupferleitungen von der bunten DSL-Welt abgeschnitten sind.