Das würde auch der Breitbandentwicklung schaden. So könnten große Wettbewerbspotenziale weiterhin ungenutzt bleiben, wenn die Basis für ein konsistentes Entgeltkonzept falsch gesetzt wird. "Gerade im Breitbandwettbewerb liegen wir zur Zeit sogar auf einem blamablen drittletzten Platz in der EU, die neuen, viel kleineren Mitgliedsstaaten sogar eingeschlossen!", so Jürgen Grützner.
Deutschland an der Spitze oder Rücklicht?
"Wenn wir uns nicht endlich wieder an die Spitze setzen, und das bedeutet TAL-Preise unter 9 Euro, oder wenigstens die selben Vergleichsmärkte wie bei der letzten TAL-Entscheidung heranziehen, was eine Preisfestsetzung unter 10 Euro notwendig macht, werden Investoren dies als Kapitulation des Regulierers vor den völlig überzogenen Forderungen der DTAG verstehen", erklärt Jürgen Grützner.
Mit 17,40 Euro behaupteter Kosten für die TAL läge die DTAG auf dem letzen Platz in ganz Europa und würde sich damit zum ineffizientesten großen TK-Unternehmen erklären. Wachsende Kundenzahlen auf den Netzen der Wettbewerber dürfen nicht darüber hinweg täuschen, dass aufgrund der Kostensituation die meisten Unternehmen zur Zeit die Auslastung ihrer Netze im Fokus haben und nicht neue wichtige Investitionen in die Infrastruktur.
Tobias Capangil