Mit Neuheiten war die CeBIT 2005 grundsätzlich nicht reich gesegnet. Da schmerzt es um so mehr, wenn die wenigen, erwarteten Highlights dann auch noch ausfallen. Nicht mit Ruhm bekleckert haben sich da in diesem Jahr Sony und Apple.
Neues Spielzeug
Denn von beiden Big Playern wurde erwartet, dass sie auf der CeBIT mit schicken neuen Spielzeugen aufmarschieren: Motorola wollte mit Apple das erste iTunes-kompatible Handy präsentieren, während nicht nur Spielefreaks begierig auf Sonys Playstation Portable (PSP) warten. Sony hatte die PSP für die CeBIT vorgesehen, dann aber doch nicht gezeigt.
Nach Medienberichten sollte das Handy ("Motorola ROKR"), dass bei iTunes gekaufte Musik abspielen kann, zum Auftakt der CeBIT vorgestellt werden. Auf dem Motorola-Stand präsentierte sich Apple auch aufreizend mit ein paar iMacs und dem iTunes-Store. Doch nix war's mit Handy. Für den Rückzieher in letzter Sekunde macht Motorola den Partner Apple verantwortlich. Es bestünden unterschiedliche Auffassungen darüber, wie man ein Produkt präsentiere, sagte Ron Garriques, bei Motorola Boss der Handy-Sparte, auf einer Branchenveranstaltung in New Orleans.
Vorstellen, verkaufen
Anders als bei Handys üblich wolle Apple-Boss Steve Jobs den Zeitraum zwischen Präsentation und Verkaufsstart so kurz wie möglich halten: "Steves Ansatz ist, dass du dein Produkt am Sonntag vorstellst, und es am Montag verkaufst", so Garriques auf einer Pressekonferenz. Wann das ROKR dann endlich kommen soll, verriet der Motorola-Manager allerdings nicht. Heißer Kandidat ist jetzt die Musik- und Multimedia-Konferenz "M3" in Miami (23.-26. März), auf der beide Unternehmen vertreten sein werden.