"Breitbandgipfel" in Hannover. Es geht um den Standort Deutschland und beginnt mit einem Quiz. Das Publikum aus Wirtschaft und Politik soll abstimmen, wie wichtig Breitband-Internet für die ökonomische Entwicklung ist.
Zukunft Breitband?
Das Ergebnis ist standesgemäß und überrascht weniger: Weit über 90 Prozent der Teilnehmer am zweiten Breitbandgipfel halten die Technologie für einen wesentlichen Hoffnungsträger der kränkelnden Wirtschaft. Glaubt man der gastgebenden Initiative D21, dann ist die Situation noch viel dramatischer: Nicht weniger als Deutschlands Zukunft hängt am Breitband.
Die Initiative möchte Breitband-Internet in Deutschland nach vorne bringen. Dazu haben sich das Wirtschaftsministerium, der Branchenverband BITKOM und zahlreiche Industrievertreter zusammengeschlossen. Auf der Veranstaltung im Rahmen der Computermesse CeBIT formulieren sie ihre Rezepte für die Breitband-Zukunft: Der Ausbau in die Fläche, die Förderung der Alternativen zu DSL und die weitere Stärkung des Wettbewerbs.
Zu viel DSL
Die Initiative ist als so genannte Public-Private-Partnership prominent besetzt. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement hat sich an die Spitze der Bewegung gesetzt, möchte Breitband zusammen mit Partnern wie dem Verband BITKOM und der Industrie nach vorne bringen. Für Clement ist der Wettbewerb zwar "auf dem Weg der Besserung", der Minister sieht aber noch weiteren Handlungsbedarf. Bei den Anschlüssen sei der Anteil von DSL mit 97 Prozent "viel zu hoch", also müssten auch alternative Zugangstechnologien gefördert werden.