Sicherheit ist aktuell. Nach Virenflut, Wurmbeschuss und Trojanerimpfung ist das Thema endlich in die Köpfe der meisten privaten IT-Nutzer und auch Systemverantwortlichen eingedrungen. Die alte Generation der Schädlinge ist allerdings schon wieder Geschichte. Gegen Viren wird geschützt, Spamfilter erkennen Wurmmails und gute Firewalls halten die Trojaner fern. Trotzdem sind die Zukunftsaussichten nicht rosig – was noch auf uns zukommen kann, erklärte Sicherheitsexperte Neal Hindocha von Symantec.
Der Virenjäger kommt
Der Mittdreißiger sitzt im lässig aufgeknüpften Hemd vor uns, passt eigentlich nicht auf die Anzug-Messe CeBIT. Und doch ist er einer der wichtigsten Männer bei Symantec – er ist Virenjäger, spezialisiert auf das Auffinden von neuen Schädlingen. Obwohl dies in den vier weltweiten Security-Centern relativ automatisch geht, erklärt er uns, muss immer noch ein Mensch dabei sein. Spätestens wenn ein potenzieller Schädling gefunden wird, geht die Arbeit los: Wie beseitigen wir die Software und wie nennen wir das Ding. Gefunden werden die Schädlinge übrigens mit einem Webspider ähnlich dem von Google – ein interessantes Detail.
Dennoch nimmt die Zahl der altbekannten Virenmeldungen immer weiter ab, immer weniger klassische Schädlinge finden den Weg in die Wildnis. Dies sei allerdings auch das Interessante an der Arbeit, meint der Schwede mit indischer Herkunft schmunzelnd. Denn so werde es nie langweilig. Und es gäbe ja auch schon neue Bedrohungen, gegen welche sich der User wehren muss: Symantec will natürlich helfen.