Sony-Produkte sind stylish, meist innovativ, haben eine gute Qualität und beim Preis den speziellen Sony-Aufschlag. Dass die ersten drei Punkte allerdings nicht mehr reichen und die meisten Käufer lieber auf geilen Geiz setzen, merkt Sony Deutschland an fehlenden schwarzen Zahlen. Was die japanische Hausmarke dagegen tun will und wie die Sony-Zukunft aussehen soll, erklären drei Top-Manager einer Schar Journalisten, während ein paar Meter weiter noch eilig am Stand geschraubt wird.
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HDTV zur Rettung
Die Konzentration auf den Consumer, also den Verbraucher, soll Sony aus der Misere helfen, erklärt Europa-Chef Chris Deering. Sony-Produkte sollen wieder mehr in Wohn- und Arbeitszimmern stehen. Dabei liegt der Fokus auf HDTV-Produkten: Mehr Bildpunkte sorgen für mehr Qualität in Fernsehprogrammen und auf DVDs, so die einfache Gleichung. Doch sind HDTV-Geräte für deutsche Anwender noch relativ nutzfrei: Neben ein paar Pilotprojekten plant lediglich Premiere, die WM 2006 in HDTV auszustrahlen. Auch HDTV-Filme, die Sony auf der Blue-Ray-Disc ausliefern will, wird sich noch kein vernunftbegabter Endkunde zulegen, denn zu unsicher ist noch die Formatfrage.
Auch Sony Deutschland will direkt von besseren Geschäften im Bereich Consumer-Electronics profitieren. Zwar werde auch das nächste Finanzjahr unter der schwarzen Null liegen, so Wolfdieter Griess, Managing Director Corporate bei Sony Deutschland, doch sei man mit 9,3 Prozent Marktanteil im gesamten Audio/Video- und IT-Sektor immerhin die Nummer Eins. Dass allerdings nur sehr wenige Anbieter die gesamte AV- und IT-Produktpalette so abdecken wie Sony, wurde elegant verschwiegen – kein Wunder also, dass der japanische Konzern hier an der Spitze steht.
Chancen für Plasma und MP3
Gerade im TV-Bereich habe man bei Sony noch deutliche Schwächen, gab Griess unumwunden zu. Doch neue Produktgenerationen von Plasma-Fernsehern und LCD-TVs sollen dies ändern. Dabei ist allerdings die "Röhre" noch lange nicht tot und wird definitiv weiterentwickelt. Das Marktsegment mit dem größten Wachstum ist, nach Griess' Auffassung, das der MP3-Player, doch auch Foto-Printer und die neuen Bildschirmgenerationen wuchsen überproportional stark. Dass MP3-Player auch für Sony-Kunden interessant sein können, beweist der Megakonzern mit einer Reihe neuer Flash-MP3-Player, die organische Displays aufweisen.
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