Er wisse um die kritische Haltung der Öffentlichkeit, die Meinungen zu Service und Qualität der Branche und selbstverständlich hat er auch die skeptischen Pressestimmen verfolgt – Walter Raizner, seines Zeichens Vorstand Breitband und Festnetz der Deutschen Telekom AG, weiß, was Sache ist und will den Ex-Monopolisten auf "Wege aus dem Elfenbeinturm" führen. Viel zu teuer und undurchsichtig wären die Tarifoptionen der Telekom gewesen, die Begegnungen der Kunden mit den Servicehotlines oft eine Katastrophe und Produktinnovationen gehören bei der T-Com sowieso zum Tagesgeschäft.
Rosa die Farbe der Hoffnung
Der Telekom Tarifdschungel wurde ja nun gelichtet, wie onlinekosten.de unlängst
berichtete. Aus ursprünglich 13 Tarifoptionen wurden jetzt nur noch drei, damit man das Angebot besser auf die Kundenwünsche zuschneiden könne. Auch wenn Achim Berg, der Marketing-Vorstand des Unternehmens, der Meinung war, dass dadurch eine "75-prozentige Preissteigerung" erzielt würde, was die Kunden sicherlich freue. Zumindest die anwesenden Journalisten zeigten sich ob des Versprechers erheitert.
Den Schlüssel zur Zukunft hält die Telekom schon länger in den Händen: Die gute alte Kupferdoppelader. Das allerdings war vor zehn Jahren offenbar noch nicht jedem klar. Zumindest nicht den Telekom-Verantwortlichen, die diese guten Leitungen gegen Glasfaser austauschen ließen und damit die DSL-Nutzung besonders in Ostdeutschland nachhaltig erschwerten.
WiMAX
Aber dafür gibt es ja jetzt demnächst WiMAX im Telekom-Angebot. Besonders wichtig für diejenigen, die auch auf der Autobahn nicht vom Surfen lassen können: Die bislang 4.000 Hotspots der Telekom sollen, dank eines Vertrags mit dem Raststättenbetreiber "Tank und Rast", bis zum Jahresende auf 8.000 ausgebaut werden.