AMD hat es mit den Athlon 64-Modellen vorgemacht: 64-bit Befehlssatz und die Stromspartechnik Cool'n'Quiet sind hier Standard. Jetzt zieht Intel nach: In der neuen 600-Serie des Pentium 4 erhalten die 64-Bit Erweiterung Extended Memeory 64 Technology (EMT64) und die Stromsparfunktion Enhanced Speedstep (EIST) Einzug. Zudem hat sich der Second-Level(L2)-Cache des Prescott-Kerns auf 2 Megabyte verdoppelt. Ein neuen Zögling von Intels Extreme-Serie gibt es ebenfalls: Der Pentium 4 Extreme Edition taktet jetzt mit maximal 3,73 Gigahertz.
Pentium 4 hat dazugelernt
Auch die neuen Pentium 4 Modelle nehmen auf Intels Sockel 775 Platz und basieren auf dem stromfressenden Prescott Kern. Umso wichtiger ist es, dass die Neuen jetzt eine Stromspartechnik bieten: Diese heißt Speedstep und soll den enormen Strombedarf der Pentium 4-Modelle senken: Bei geringer CPU-Auslastung wird der Prozessor heruntergetaktet und die Betriebsspannung gesenkt.
Intel bietet die Funktion schon seit langem in seinen Notebook-Prozessoren Pentium M und Pentium 4 Mobile. Schneller ist der Pentium 4 durch den vergrößerten Cache: Der auf zwei Megabyte aufgestockte L2-Cache bringt bei den meisten Anwendungen jedoch nur einen geringen Performancesprung. Den Frontsidebus hat Intel nicht verändert, er beträgt weiterhin 800 Megahertz. Somit arbeitet auch die 600er Serie mit bekannten Chipsätzen wie dem i915 und dem i925 zusammen.
64-Bit noch kein Vorteil
Die 64-Bit Unterstützung nutzt zumindest den Windows-Nutzern noch nichts. Denn bei 32-Bit Anwendungen bringt EMT64 keinen Geschwindigkeitsvorteil. Zwar hat Microsoft inzwischen den Release Candidate 2 der 64-Bit-Version von Windows XP zum Download freigegeben, jedoch gibt es bisher kaum Programme, die mit 64-Bit Befehlen arbeiten.