Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) macht sich keine Sorgen um den deutschen Kommunikationsmarkt. Die Gefahr einer Remonopolisierung sei durch die aktuellen Entwicklungen widerlegt. Das geht aus dem Jahresbericht der Kontrollbehörde hervor, den RegTP-Chef Matthias Kurth heute in Bonn präsentierte.
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"Die schwierige Ausgangslage für die Wettbewerbsunternehmen im Festnetz erhielt durch das starke Wachstum des Breitbandmarkts entscheidende neue Impulse", so Kurth. Der Anteil der von Telekom-Konkurrenten betriebenen Breitbandanschlüsse habe sich nach Untersuchungen der RegTP im vergangenen Jahr nahezu verdoppelt. Während 2003 lediglich elf Prozent der Anschlüsse von alternativen Carriern realisiert wurden, betrug der Anteil im vergangenen Jahr bereits 20 Prozent. Der Anteil an Neuanschlüssen läge mittlerweile sogar bei 33 Prozent, in manchen Regionen bedienen die Wettbewerber sogar bis zu 50 Prozent der DSL-Kunden.
Pakete immer attraktiver
Den entscheidenden Beitrag zum Breitband-Aufschwung haben die flexiblen Angebote, insbesondere attraktive Pakete aus ISDN und DSL, geleistet, so der RegTP-Präsident. Mittlerweile können Kunden in Deutschland einen ISDN-Anschluss inklusive DSL-Flatrate für unter 40 Euro monatlich erhalten. Wesentlicher Motor sei in diesem Sektor das Vorprodukt Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Mittlerweile haben die Wettbewerber rund zwei Millionen TAL, die so genannte letzte Meile, von der Telekom gemietet, allein 2004 gab es einen Zuwachs von 610.000 neuen Mietverträgen.
Selber machen immer besser
Die wirklichen Gewinner sind in den Augen der RegTP jedoch Firmen, die eine eigene Infrastruktur verwenden. "Ein stabiler und nachhaltiger Wettbewerb entsteht vor allem durch eine wachsende Unabhängigkeit der Wettbewerber von der Infrastruktur der DTAG", so Kurth. Die wirklich erfolgreichen Angebote im Markt kämen von Anbietern mit starker eigener Infrastruktur, deren Investitionen sich jetzt auszahlen würden. "Das Jahr 2005 wird manche dieser Trends beschleunigen, vor allem, weil Voice over IP, Flatrates, Paketangebote und Verlagerung der Wertschöpfung auf den Anschlussbereich die Rahmenbedingungen des TK-Markts erheblich verändern werden", prognostiziert Kurth weiter.
Aleksandra Leon