Bill Gates überraschte auf der RSA Conference in San Francisco mit der Ankündigung des Internet Explorer 7. Die neue Browser-Version soll besonders Sicherheitsmaßnahmen gegen Virenbefall, Spyware und Pishing bereithalten.
Gates: "Mehr Sicherheit"
Laut Gates ist der Internet Explorer 7 ein wichtiger Bestandteil einer Sicherheitskampagne, die mit der Veröffentlichung des Service Pack 2, einiger Anti-Viren-Tools und den obligatorischen Software-Updates eingeläutet wurde. Eine erste Beta-Version will Microsoft bereits im Sommer dieses Jahres bereitstellen.
Start vorgezogen
Bisher wurde angenommen, dass der neue Browser erst zusammen mit der nächsten Windowsversion (Codename: Longhorn) erscheinen sollte. Dass die Veröffentlichung nun vorgezogen wurde, dürfte hauptsächlich zweierlei Gründe haben. Zum einen sind die Forderungen der Anwender nach mehr Sicherheit in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zum anderen dürften die verlorenen Marktanteile an den
Opera- und
Firefox-Browser ein zusätzlicher Anstoß gewesen sein. Auch ist nicht auszuschließen, dass die Wartezeiten bei Longhorn eine Rolle spielen.
Nicht für Win2K?
Sicher ist auch die weitere Versorgung mit relevanten Sicherheits-Updates für die Internet Explorer bis Version 5.01. Ungewiss sind dagegen weitere Neuerungen oder gar die Kompatibilität des neuen Browser für Windows 2000 und allen älteren Windows-Betriebssystemen. So werden letztendlich wohl nur XP- und Longhorn-Anwender in den Genuss des Internet Explorer 7 kommen.
Sebastian Weber