Während das digitale Antennenfernsehen (DVB-T) in immer mehr deutschen Haushalten genutzt wird, schleicht sich die digitale TV-Technik nun auch auf das Handy. DVB-H ist das Zauberwort, das bereits vor einigen Monaten erstmals in den Medien Erwähnung fand (wir
berichteten). Auf der nahenden CeBIT in Hannover will Vodafone das live-Fernsehen erstmals in Deutschland zeigen.
Endkundennutzung erst später
Nachdem erste Testläufe in Berlin bereits erfolgreich absolviert wurden, zeigt Vodafone auf der CeBIT 2005 jetzt erstmals einer breiten Öffentlichkeit mobile TV-Anwendungen nach dem DVB-H-Standard. DVB-H steht für „Digital Video Broadcast-Handheld“ und ist ein für mobile Endgeräte, also Handys und PDAs, modifiziertes Über¬tragungsverfahren. Bei DVB-H können bis zu 30 Fernsehprogramme live übertragen werden. Für die Live-Demo auf der CeBIT kommt ein Handy-Prototyp von Siemens zum Einsatz, auf dem sich laufende TV-Sendungen anschauen lassen.
Technisch wird DVB-H frühestens in zwei Jahren eingesetzt werden können. Wie ein entsprechender Dienst und ein dafür erforderliches Geschäftsmodell aussehen könnte, wird bei Vodafone derzeit geprüft.
Hayo Lücke