Das war es dann wohl: Nach Informationen österreichischer Medien, will sich der für günstige Notebooks bekannte Anbieter Gericom nahezu komplett vom hart umkämpften Laptop-Markt zurückziehen. Schon jetzt stehe fest, dass das Fertigungswerk in Linz geschlossen und man sich auf den Verkauf von Flachbildschirmen konzentrieren werde, sagte Gericom-Vorstand Patrick Prügger. Aus taktischen Gründen sollen einzelne Modelle aber auch künftig angeboten werden.
Verlust auf Verlust
Noch im laufenden Quartal würden durch die Schließung 35 Arbeitsplätze wegfallen. Externe Partner sollen einen Großteil der betroffenen Mitarbeiter aber übernehmen, heißt es. Prügger schließt nach eigenen Angaben nicht aus, dass es im Laufe des Jahres "Anpassungen an die neuen Anforderugen" im Zuge der "Umstrukturierung des Unternehmens" geben wird. Nach einem Nettoverlust von 17,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2003 und einem für 2004 ebenfalls erwarteten Fehlbetrag, war schon häufiger über eine mögliche Neuausrichtung spekuliert worden.
Weiter heißt es, dass Gericom völlig aus der Endfertigung von Elektronikgeräten aussteige und sich noch im Februar einen großen chinesischen Elektronikhersteller als Partner zur Seite stellen werde. Gericom soll künftig als Vertriebsarm der asiatischen Firma für Verkauf, Controlling und Ersatzteilbeschaffung verantwortlich sein.
Hayo Lücke