Freitag, 04.02.2005 14:25

Saddam in der Mailbox führt zu Infektionsgefahr

aus dem Bereich Sonstiges
Internet-Würmer, die über kuriose Dateinamen ihre Opfer dazu verleiten wollen, die mitgeschickten Anhänge zu öffnen, sind im Web keinesfalls etwas Neues. Trotzdem fallen Websurfer immer wieder aus Sensations-Gier auf die harmlos wirkenden E-Mails herein und infizieren ihre Rechner mit schadhaftem Code. Ein neuer Schädling gibt nun vor, ein Beweisfoto dafür zu sein, dass Saddam Hussein bei einem Fluchtversuch aus seiner Haft getötet wurde.

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Bobax.H, so der Name des neuen Schädlings, verbreitet sich sowohl als Massenmail-Wurm, nutzt aber auch eine Microsoft-Sicherheitslücke, berichten die Sicherheitsexperten von Sophos. Infizierte E-Mails weisen verschiedene Varianten des folgenden Texts auf: Saddam Hussein – Attempt Escape, Shop dead Attached some pics that i found. In einigen E-Mails soll auch die Rede davon sein, dass Osama Bin Laden gefasst worden sei.

Wird das Attachment auf einem Windows PC ausgeführt, riskiert man damit dessen Infektion. Der Wurm setzt dann dazu an, sich an andere E-Mail-Adressen weiterzuleiten und weitere ungeschützte Computer zu attackieren. Dabei versucht er, Antiviren-Software und Sicherheits-Programme zu deaktivieren und installiert ein Mail-Relay-Modul, das extern von Hackern genutzt werden kann, um Spam zu versenden.

Masche ist bekannt

Saddam Hussein ist nur der jüngste in einer langen Reihe von bekannten Personen, die als Köder von Hackern und Viren-Autoren verwendet werden: Darunter sind Politiker wie Margaret Thatcher, Ronald Reagen oder George W. Bush sowie Prominente wie Bill Gates, David Beckham oder Arnold Schwarzenegger. Sie alle dienten schon als psychologischer Trick, um User dazu zu bringen, Attachments aus Neugier zu öffnen.
Hayo Lücke
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