Der Siemens-Konzern will im Festnetzbereich seiner Telekommunikationssparte zusätzlich rund 1.250 Stellen streichen. Davon sind in Deutschland 600 Mitarbeiter an drei Standorten in München und Berlin betroffen, wie Siemens heute mitteilte.
Schwierige Rahmenbedingungen
Außerdem gebe es Pläne, rund 650 Arbeitsplätze des Geschäftsgebiets im Ausland abzubauen. Zur Sanierung der Verluste schreibenden Handysparte gab es weiter keine konkreten Ankündigungen. Die geplanten Stellenstreichungen im Festnetzbereich verkündete Siemens am ersten Arbeitstag seines neuen Chefs Klaus Kleinfeld, der mit der Hauptversammlung am Donnerstag Heinrich von Pierer abgelöst hat. Das Unternehmen reagiere auf "die unverändert schwierigen Rahmenbedingungen und den Kostendruck im Festnetzgeschäft", hieß es. "Die erhoffte nachhaltige Wende auf dem Markt für Festnetztechnik ist bislang ausgeblieben." Überkapazitäten erforderten deshalb auch eine Anpassung der Mitarbeiterzahl.
Der Leiter des Siemens-Telekommunikationsbereichs Communications (Com), Lothar Pauly, erklärte, das Festnetzgeschäft werde sich fortan auf den Ausbau von Sprach- und Datenvermittlungssystemen konzentrieren und setze gleichzeitig auf neue Wachstumsfelder wie Voice over IP sowie Anwendungen und Dienstleistungen für Breitbanddienste oder Unterhaltungselektronik.
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