Immer wieder müssen wir in unserer täglichen Berichterstattung vor neuen Viren, Würmern und Trojanern warnen. Allein in der nun auslaufenden Woche wiesen wir auf ein sich als T-Com-Rechnung tarnendes
trojanisches Pferd, eine neue Wurm-Variante von
MyDoom und zwei weitere Plagegeister der
Bagle-Familie hin. Und das sind nur die großen Fische in einem bunten Mix zahlreicher weiterer Schädlinge, die im Internet auf ihre Opfer lauern. Für viele Deutsche ist das Thema Internetsicherheit aber offensichtlich nach wie vor kaum ein Thema. Dies belegt eine Studie, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beim Emnid-Institut in Auftrag gegeben wurde.
Den Hauptgrund sieht das BSI darin, dass für zwei Drittel der Befragten ein Computerausfall nach eigener Einschätzung keine schwerwiegenden Folgen hätte. Entsprechend schlecht sei deshalb die Vorsorge. Jeder Vierte bewege sich ohne Virenschutzprogramm im Internet und nur die Hälfte der Internetnutzer setze eine Firewall sein, heißt es. Auch bei der Datensicherung mangelt es. Ein regelmäßiges Backup sei ebenfalls nur für jeden Zweiten ein Thema.
Regelmäßig Patchen
Doch allein das Einschalten der entsprechenden Schutzmaßnahmen reicht nicht aus, um sicher im Internet zu surfen. Wichtig ist auch das regelmäßige Schließen von Sicherheitslücken in den genutzten Programmen, das so genannte Patchen. Doch das steht nur für jeden dritten Internetnutzer regelmäßig auf der Tagesordnung. Lediglich bei den Virenschutzprogrammen sieht es besser aus: Vier von fünf Nutzern aktualisieren die entsprechenden Virensignaturen mindestens monatlich, jeder Dritte sogar wöchentlich. Doch Vorsicht: Auch das ist bei Weitem nicht ausreichend. Um ausreichend vor den aktuellen Bedrohungen aus dem Internet geschützt zu sein, sollte mindestens einmal täglich der Update-Server des Anti-Viren-Programms kontaktiert werden.