Bei einem Blick in deutsche Haushalte wird schnell deutlich, dass Fernseher, Radio und Telefon zur Standard-Ausstattung gehören. Noch nicht so stark durchgesetzt haben sich bisher Computer und Internetzugang. Eine aktuelle Emnid-Studie zeigt nun, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern könnte.
Jugend arbeitet am PC
Schon jetzt nutzen 53 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahre PCs oder Laptops. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als in 2002. Von den unter 30-Jährigen sitzen mittlerweile rund 80 Prozent vor Tastatur und Bildschirm. In der Zielgruppe 50plus sind es laut der Befragung knapp ein Drittel, was im Vergleich zu 2002 eine Steigerung um 64 Prozent ist. Interessant dabei: Nur 24 Prozent arbeiten aus beruflichen Gründen mit dem Computer. Knapp die Hälfte aller Nutzer schaltet ihn aus reinem Privatvergnügen ein. Weiterer Zuwachs ist garantiert: Zehn Prozent der Befragten, die derzeit weder PC noch Laptop besitzen, wollen sich innerhalb dieses Jahres eines von beiden anschaffen.
Wer am Rechner sitzt, surft auch meist im Internet. Laut Umfrage nutzen 86 Prozent der Computeranwender das Web - bei den unter 50-Jährigen sind es 90 Prozent, bei den über 50-Jährigen 75 Prozent. Mehr als ein Drittel der User ist fast täglich online, knapp zwei Drittel gehen mindestens drei Mal die Woche ins Internet.
DSL-Anschlüsse boomen
Um ins WorldWideWeb zu kommen setzt gut die Hälfte der User auf ein analoges Modem, 44 Prozent verfügen über eine ISDN-Leitung und knapp ein Viertel hat Zugriff auf eine DSL/Breitband-Verbindung. Dieses Verhältnis wird sich zukünftig stark verändern: Das gute alte Modem gehört zur aussterbenden Spezies, DSL ist dagegen auf der Überholspur. 71 Prozent der Bundesbürger denken im Zusammenhang mit Internet über eine DSL-Verbindung nach, für knapp die Hälfte ist auch ein ISDN-Anschluss überlegenswert.