Wer annimmt, Deutschland hinke in Bezug auf technologische Innovationen grundsätzlich hinterher, irrt gewaltig. Laut dem aktuellen WLAN-Barometer sind in Deutschland bereits über 6.000 "heiße Punkte" in Betrieb, an denen drahtlos auf das Internet zugegriffen werden kann. Damit liegt die Bundesrepublik hinter den USA und noch vor Frankreich und Japan weltweit auf Platz zwei.
Mit Abstand größter WLAN-Netzbetreiber hierzulande ist unangefochten die Deutsche Telekom mit knapp 3.700 Hotspots, gefolgt von Swisscom Eurospot mit 550 und The Cloud/Airnyx mit mehr als 300 drahtlosen Netzzugangspunkten. Ihr angepeiltes Ziel von rund 5.000 otspots zum Jahresende hat die Telekom damit aber bei weitem nicht erreicht. Für Ende 2005 hat der Konzern allein für Deutschland 10.000 Hotspots anvisiert.
Immer mehr WLAN-Netze in Hotels
Die Spitzenstellung unter den Städten hält nach wie vor Berlin mit
523 Hotspots, gefolgt von Hamburg mit 279 und München mit 213 schnellen Internet-Zugängen per Funk. Nahezu die Hälfte der Hotspots in Deutschland befinden sich in Hotels (2.823). Etwa ein Drittel (1.978) der WLAN-Standorte sind Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Bars und Cafés. Die restlichen 1.000 Hotspots verteilen sich auf Bürogebäude, Tankstellen, Shops, Flughäfen, Bahnhöfe und andere öffentlich zugängliche Gebäude und Plätze.
Nach einer Studie des IT-Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC liegt das "alte Europa" mit mehr als 25.000 Hotspots im Rennen um die drahtlose Vernetzung ganz vorne. Jeder vierte europäische Hotspot läge damit in Deutschland. Unterstützt durch mehr als 50 Service-Provider soll sich die Zahl der "heißen Punkte" in den kommenden drei Jahren europaweit sogar auf rund 110.000 Standorte erhöht werden.
Hayo Lücke