Der Handel mit Medikamenten im Internet scheint ein lohnenswertes Geschäft zu sein. Ein Jahr nach der Zulassung von Internetapotheken haben bereits 8,8 Prozent der deutschen Online-Einkäufer Arzneien auf diesem Weg bestellt, wie eine am Mittwoch in Bonn veröffentlichte Studie der Postbank ergab.
Schon über 1.000 virtuelle Apotheken zugelassen
Knapp ein Viertel plane, demnächst Medikamente im Internet zu bestellen. Vor allem gut verdienende Frauen und Senioren nutzen demnach den virtuellen Einkaufsweg, so die Studie. Derzeit werben der Studie zufolge 1.035 zugelassene Versandapotheken allein in Deutschland um die Gunst der Kundschaft. Wegen der erwarteten Umsatzsteigerungen wollten 68 Prozent der Händler den Online-Vertrieb weiter ausbauen.
Laut Bundesgesundheitsministerium beträgt der Anteil der deutschen Versandapotheken bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln derzeit lediglich 2 Promille der Medikamentenausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Das entspricht einem Umsatz von etwa 40 Millionen Euro pro Jahr. Mittelfristig erwartet der Bundesverband Deutscher Versandapotheken (BVDVA) aber Online-Umsätze von rund drei Milliarden Euro pro Jahr.
Hayo Lücke
/ afp